Mittwoch, 19. Dezember 2012

Weshalb sollte man nicht nach Machu Picchu?


Machu Picchu ist eine Geldquelle die nicht zu versiegen schien. Doch nachdem Messungen ergaben, dass das tägliche Getrampel der vielen Besucher das Erdreich beinflusst, hat man die Besucherzahl auf maximal 5.000 pro Tag beschränkt. Doch selbst das ist zuviel.

Betrachtet man die mediale Verbreitung der Bilder von Machu Picchu, gelangt man schnell zu der Ansicht, es handele sich um ein Monument mit dem Rang ähnlich dem des Eiffelturms. So begegneten einige der Frage mit Ironie: "Muss man Paris besuchen wenn man schon nach Frankreich fährt? Und kann man Paris besuchen ohne den Eiffelturm zu sehen?" oder gar gereizt "Bleib doch Zuhause, iss Popcorn und schau's dir im Fernsehen an!"

Andere beteuern, dass es zum nationalen Verständnis gehöre Machu Picchu besucht zu haben und dass es früher auch nicht so viele Leute gewesen seien. Doch die Frage zielt eigentlich darauf ab, ob es durch das eigene Konsumverhalten möglich ist die Vergabe von Geldern für archäologische Projekte zu beeinflussen. So eignen sich abgelegene Orte für jüngere Besucher die mehr Zeit und Fitness mitbringen, Ältere nehmen mangels Zeit die ausgebauten Wege und verfügen meist über das nötige Geld.

Einige wenige sind der Ansicht, es sei nicht zwingend notwendig die "MaPi" [Machu Picchu] zu besuchen, es gibt schließlich noch andere interessante Orte. Bücher oder CD-Roms ersetzten die Erfahrung aber in keinem Fall.

Wer die Erfahrung vermisst, dem rate ich sich die folgenden Bilder umgeben von einer Menschenmenge ansehen  oder ggf. die Fenster zu öffnen und den Verkehrslärm zu ignorieren ;)

Montag, 17. Dezember 2012

Wieso gerade heute so viele Lebensmittel aus Peru?


Enrique Mayer  beschäftigt
sich in "Cuentos feos de la
Reforma Agraria" mit der
heutigen Sicht auf die
Agrarreform.

Um das zu beantworten, müssen wir ein Stück in der Geschichte zurückgehen. Denn eigentlich sind es gar nicht so viele, es könnten heute viel mehr sein. Wenn nicht...

ein wichtiges und heute kaum beachtetes Ereignis zu einer drastischen Veränderung in den Besitzverhältnissen auf dem Land geführt hätte. 1968 kam durch einen Putsch Juan Velasco Alvarado an die Macht und löste damit Fernando Belaúnde Terry, der, zum Nachteil peruanischer Interessen, einen  geheimen Vertrag mit der US-amerikanischen Standard Oil unterzeichnet hatte. Velasco Alvarado enteignete im Jahr darauf die Großgrundbesitzer, die bis dahin wie Feudalherren über Land und Leute ihrer Haciendas verfügt hatten. Das führte zu einem Einbruch in der Produktion. Die ehemaligen Hacendados (Großgrundbesitzer) verließen das Land oder widmeten sich anderen Geschäftsfeldern und so gingen Handelsbeziehungen verloren.

Die neuernannten Landbesitzer

Alan García, links im Hintergrund, tritt
während einer Kundgebung einem geistig
nicht zurechnungsfähigem Mann der ihn
vor den Kameras verdeckt in den Hintern.
... waren auf Überschuss und Export nicht eingestellt und ihre Genossenschaften, die Cooperativas, waren zunächst damit beschäftigt sich zu organisieren. Es war klar, dass diese neuen Verhältnisse nicht lange andauern würden. Neben dieser Landreform plante Velasco Alvarado auch eine Bildungsreform, die Quechua zur zweiten Amtssprache erhob. Es war die Zeit der linksgerichteten Diktatoren, die zwar nationale Interessen gegen die alten Eliten vertraten, dabei aber sehr martialisch vorgingen. 1975 kam es schließlich zum Sturz und die Junta ernannte Ministerpräsident Francisco Morales Bermúdez, der ebenso aus der Reihen des Militärs stammte, jedoch die Interessen des Großbürgertums vertrat, zum Präsidenten. Die alte "demokratische" Ordnung wurde schließlich 1980 mit Fernando Belaúnde Terry wiederhergestellt -schon bezeichnend mit welcher Härte er wie seine Nachfolger gegen Forderungen nach gerechtem Lohn und angemessenen Arbeitsbedingungen vorging-. 1985 wendete sich das Blatt wieder, unter Alan García ging es hin zu einer Stärkung des Binnenmarktes und Abkopplung der nationalen Ökonomie vom Weltmarkt, was in einem Desaster endete. So kommt es 1990 unter Fujimori wieder zu "offenen Märkten", die Importe steigen an und staatliche Unternehmen werden privatisiert. Zuvor aber nimmt auch er einen Platz  in der Reihe der Diktatoren ein und löst mittels Staatsstreich das Parlament auf.

In seiner Fernsehansprache vom 5. April
1992 erklärt Fujimori die Auflösung des
Parlaments. Es folgt eine Diktatur, in der
der Geheimdienstchef Vladimiro
Montesinos durch Dollars aus dem
Drogenhandel die Fäden zieht bis er in
Konflikt mit regionalen Interessen gerät.

Nach einer wechselvollen Geschichte 

... wie dieser, wird nachvollziehbar womit der Agrarsektor zu kämpfen hatte. Und obwohl noch viel über den negativen Einfluss durch den Bergbau zu sagen wäre, stellen wir fest, dass sich erst in den letzten Jahren ein Agrarexport hochwertiger Produkte entwickeln konnte, der scheinbar allmählich aus dem Schatten der chilenischen Agrarexporte heraustritt und mit hoher Qualität und Zertifizierungen auf dem deutschen Markt Einzug hält. Dazu gehören, neben grünem und weißem Spargel u.a. Mango, Bananen, Kaffee, Avocado und Ingwer auch veredelte Produkte wie Pisco.
Ob diese Exporte den Leuten in Peru nicht auch Nachteile bringen - für viele Menschen in den Städten ist Obst unbezahlbar geworden - und ob der weltweite Lebens- und Futtermittelhandel nicht generell abzulehnen sei, ist eine weitere Frage über die wir, angesichts steigender Nachfrage nach exotischen bio-Produkten, sicher öfter diskutieren werden.

Warum immer "El Condor Pasa"?

Eine Antwort darauf gibt uns Julio Mendivil, er ist Musikethnologe und beschäftigte sich eingehend mit deutscher Indio-Musik - also dem Schlager. Bitte nicht gleich erschrecken ;)
Hier das Interview

Sonntag, 16. Dezember 2012

Adventskalender zu Peru

Weil wir um die Weihnachtszeit sowieso zu viel Schokolade essen, im Fernsehen nur Wiederholungen kommen und die Zeitungen nur Panik und Rührseligkeit verbreiten - sind schließlich Ferien - haben wir einen Adventskalender für Euch gemacht bei dem es Nahrung für den Geist gibt und unsere Vorurteile abnehmen. Jeden Tag öffnen wir ein Fenster unserer kulinarischen Flugmaschine. Am 24. Dezember wird dann jemand zur Tür heraussteigen. Wer, wird nicht verraten, ihr dürft Euch aber 'was wünschen.
Wenn ihr selbst Fragen habt, die ihr schon immer Mal stellen wolltet, ist jetzt die Gelegenheit.
Zum Adventskalender "Du kennst Peru?"

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Peruanische Weihnachten!


Am 15. Dez. auf dem Uni-Campus Westend im Saal der Kath. Hochschul-Gemeinde
Sioli Str. 7, 60323 Frankfurt am Main

El Grupo Cultural Peruano de Frankfurt,  los invita al
                 ENCUENTRO POR NAVIDAD 
Sábado 15 de Diciembre  -  17.00 horas
Uni-Campus Westend  -  Sala de la KHG
Sioli Str. 7,  60323 Frankfurt am Main

PROGRAMA
17.00  Saludo de bienvenida
17.30  Chocolatada
18.30  Programa Navideño
19.00  Venta de comidas y bebidas
20.00  Programa Folclórico
20.30  !!! Fiesta !!!   música ideal para bailar  
Donación :  1,00 Euro
Los esperamos con mucho cariñoPROGRAMM
17.00 Begrüßung
17.30 Schokoladenumtrunk
18.30 Weihnachtsprogramm
19.00 Verkauf von Essen und Getränken
20.00 Folklore-Programm
20.30 !!! Party !!!
Spende : 1,00 Euro

Wir erwarten Euch!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Peruanische Küche - Scharf, aber rücksichtsvoll /taz vom 10. Nov. 2012

http://www.taz.de/Peruanische-Kueche/!105070/

Sonntag, 18. November 2012

Peruanisch essen, bei Dir Zuhause mit deinen Gästen


Como en Perú fliegt Sie und ihre Gäste non-stop und
umweltschonend in die República Culinaria del Perú
Wolltest Du schon mal für einige Stunden alle deine Freunde nach Peru mitnehmen, damit sie in ihrem Leben einmal Ceviche probieren? Kannst Du haben.
Und die Einladungskarte dazu.

Unser Foodservice bietet Menüs für private Partys oder zu besonderen Anlässen.
Das geht ganz einfach:
Lad Gäste ein, zähl die Zusagen und schick uns die Gästeliste mit deiner Bestellung. Wir verschicken dann an jeden deiner Gäste eine Einladungskarte. Du darfst sie in deiner privaten VIP Traveler's Lounge empfangen und wir servieren.

Vorab darfst Du dir gerne ein Menü zusammenstellen lassen und probieren.